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stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

 

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

                                                  Hermann Hesse

 

 

31.1.07 19:48


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13.3.07 16:52


ˇˇˇ kaine gewair vuer misachtungen der doitschn rechtschraibung oder unrainheiten in der elokwens !!!

...des bringen schnelle reiseberichte in schnoeden intenetcafes so mit sich....

8.3.07 03:53


chacahua - da, wo die uhren noch anders ticken...

...nein, eigentlich ticken hier garkeine Uhren. Was Zeit ist, das interessiert hier niemanden. Das Leben in Chacahua funktioniert ohne Zeit...es ist zeitlos.

Zum zweiten Mal bin ich jetzt hier und stelle fest, dass man einen Ort, an dem man bereits war, auch wenn nur 3 Wochen vergangen vergangen sind, nocheinmal ganz anders wahrnehmen kann. Vor allem lernt man ihn besser kennen.

Das kleine Dorf liegt an wunderschoenen Lagunen, die da entstanden, wo der "Río Grande" in den Pazifik muendet. Die c.a. 700 Dorfbewohner verteilen sich auf die 2 Uferseiten der Lagunenmuendung. Jeder kennt hier jeden. Alle wichtigen Informationen werden ueber den guten alten Dorffunk bekannt gegeben. Da werden schlafende Erinnerungen wach. Ein paar kleine "Tienditas" (Laedchen) bieten das (aller-) noetigste an.

 Zum  zweiten Mal bin ich nun nach Bus, Camioneta, Taxi, Lancha und Colectivo hier angekommen. Ich bin wieder da, Chacahua!!! Diesmal wagten wir die 14 km Tour am Strand zu einem Berg am Horizont. Die ersten Kilometer waren echt lustig, mit festem Spazierschritt und amuesanten Anekdoten aus vergangenen Zeiten. Der Berg scheint immer naeher zu kommen. Doch das, was dem Schein so oft nachgesagt wird, wuerde hier zur bitteren...zur verdammt bitteren Wirklichkeit: Er truegte...und wie er uns an der Nase rumfuehrte! "Vielleicht noch so ne halbe Stunde und wir sind da..." Den Satz hab ich bestimmt 5 Mal gehoert. Zwischendurch dachte ich sogar wir gehen alle einer miesen und gemeinen Fata-Morgana (schreibt man das so?) auf den Leim. Naja, weiter gehts, jetzt sind wir einmal so weit gelaufen, da geben wir doch nicht auf! Auf dem Weg begegneten wir einer toten Riesenschildkroete, an der bereits die haesslichen Assgeier pickten. Ein paar Meter weiter stuertzte sich eine fluegellahme Moewe in eine Riesenwelle und somit wahrscheinlich auch in den Vogelhimmel. Noch ein paar Meter, vielleicht aber auch Kilometer weiter, wartete ein alter Pelikan auch schon auf die haesslichen Voegel. Und in ein paar Metern wuerde wir am Berg sein. Scheiss Berg! Der schien echt vor uns abzuhauen. Und in diesem Falle war das wohl kein truegerischer Schein. Die Sonne drueckte, meine Fuesse schmerzten und ueberhaupt...scheiss Berg, kleines Miststueck! Keiner hat sich getraut, das vorzuschlagen, was alle dachten. Nein! Nicht so kurz vor dem Ziel, nein! "Los, wir kehren um", hat Anke zur Erleichterung aller rausgedrueckt. Und ja! Juhuuu, keine Widerrede. Scheiss Berg! Da wollte doch sowieso keiner so wirklich hin, is doch eh nur ein scheiss saubloeder und bekloppter stinknormaler Scheissberg! Die Ruekkehr war der Horror. Die Hitze flimmerte, das Trinkwasser war knapp und jeder Schritt versank im Sand, als waer es Tiefschnee. Gierig knabberten die Geier bereits am Pelikan, der uns mit lebensmueden Augen anschaute und sich seinem Schicksal ohne Wehr hingab. Auch die Schildkroete schaute uns schon von von weiten mit hohlen Loechern im Gesicht an. Und die sich ergoetzenden Konsumenten warteten ein paar Meter neben ihrem Fund, den ihnen die Natur quasi mundgerecht servierte und liessen uns passieren. Was fuer Schauspiele der Wildnis! Mit den letzten Kraeften, sonnenverbrannten und geschwollenen Fuessen, schleppten wir uns mit unseren letzten Kraeften zu unserer Cabaña. Hab ich eigentlich schon erwaehnt, dass wir uns mit unseren letzten Kraeften zurueck geschleppt haben? Diesen aufregenden Tag liessen wir mit kuehlem Gummibaerensaft und frischem Fisch hinter uns. So lebendig wie hier hab ich mich selten gefuehlt!

Am naechsten Tag haben wir mit unserem alten Freund Cirrilo (den ich schon beim ersten Aufenthalt mit Tina, Bernd u. Justus kennen gelernt hatte) eine Tour im Paddelboot durch die Mangrowenwaelder gemacht. Obwohl er am Morgen beim Fischen von einem Rochen am Bauch verletzt wurde hat uns Cirrilo tapfer durch die engen Lagunengaesschen chauffiert. Oh manno, die Tier= und Pflanzenwelt ist echt der Oberhammer! Den Krokodilen in der Aufzuchtstation haben wir auch wieder einen Besuch abgestattet und zur Belohnung gabs am Ende des Tages mal wieder frisch gefischten Fisch bei Cirrilos Frau, kleine Plaeuschen beim Feuerkugelaufgang und fetziges Leuchteplankton im schwarzen grossen Wasser.

¡En Cahcahua me siento viva! 

8.3.07 03:40


ein begrabenes dorf, sexzeitschriften und volle hosen

Angahuan, ein Doerfchen in der Naehe von Uruapan hat uns heute mehr als beeindruckt und uns auch mehr als nur ein Abenteuer bereitet. An der Bussi am Rande des Dorfes hat uns "Lazaro" mit einem Pferd schon empfangen. Mit seinen uebriggebliebenen Zaehnen und den tiefen Falten in seinem dunklen Gesicht, fuehrte er uns zu den restlichen Pferden. Unterwegs erzaehlte er uns stolz, dass er im Gegensatz zu den meisten Dorfbewohnern, die in Puréchepa, einer indigenen Sprache kommunizieren, Spanisch spricht. Auf die Pferde und los gehts!!! Schon der Ritt durchs Dorf ist echt interessant. Nur Einheimische und wir. Jeder Blick in einen Hauseingang bietet buntes Familien- oder Handwerkertreiben. Die kleinen Frauen spazieren muesig mit ihren bunten Kleidern durch die staubigen Strassen, Kinder und Hunde rennen Baellen hinterher und die Maenner mauern neue Haueschen oder unterhalten sich mit Gleichgesinnten. Wir verlassen das Doerfchen auf staubigem und steinigem Weg. Unser Ziel ist naemlich die Kirchenruine, die einziges Ueberbleibsel eines von Lava begrabenen Dorfes ist. Schon vom Huegel aus sehen wir die Kirchturmspitze. Wir reiten hinunter ins Tal. Eine halbe Stunde spaeter kommen wir an dem grossen versteinerten Lavabrocken an. Die Pferde lassen wir hier zurueck und besteigen das begrabene Dorf. Wow, das ist echt Wahnsinn! Wie kleine Kinder klettern wir auf den Steinen herum, unter uns ein ganzes Dorf und im Hintergrund ruht ganz friedlich der Vulkan. Von der Kirche ist der Turm und der hintere Teil des Schiffes uebrig geblieben. Kurz vor dem Altar hat die Lava Halt gemacht, so dass das Jesuskreuz unversehrt blieb, was der Bevoelkerung natuerlich Anlass zu wunderbaren Theorien gegeben hat. Auch der Rueckritt ist super-angenehm, die Sonne verabschiedet sich am Horizont und wir uns vom Doerfchen Angahuan.

Ab hier endet auch die romantische Idylle. An der Bushaltestelle fragt uns ein LKW-Fahrer, ob er uns mitnehmen kann. Die gute Stimmung der vergangenen Stunden noch im Herzen und aus leichtfuessiger Abenteuerlust springe ich in den Zement-Lader und reise Anke und Pedde fast ungefragt mit. Anke mit aehnlichem Anmut und Pedde fragt uns mit beinah "vollen Hosen", ob das wirklich unser Ernst sei. Naja, los gehts! Anke und ich finden am Rande der Schlafkaschemme Platz. "Oh, schau mal, Zeitschriften, Anne! Da steht drauf: Ratas de Cama. Was heisstn das?" Schluck!!! Auch die glasig gelben Augen des Fahrers wecken wenig Vertrauen. "Das fetzt voll, ich mach mal ein Foto" Auch Pedde macht Anstalten seine Kamera auszupacken. "Lasst sie lieber da, wo sie sind!", sag ich und fange ein Gespraech mit dem Typen an. Ich erzaehle ihm, dass in Uruapan schon Freunde auf uns warten wuerden und im Anschluss will er ungewoehnlich viele Details ueber Anzahl, Herkunft und genauen Aufenthaltsort dieser erfundenen Freunde wissen. Mittlerweile ist es draussen dunkel. Anke und Pedde sitzen beide, obwohl sie kein Wort verstehen in gleicher Stimmung neben mir: Anke mit leichtglaeubigem Abenteuerfeeling und Pedde schweigend mit rasendem Puls. Ehrlich gesagt wird auch mein mulmiges Gefuehl im Bauch und meine "Was -machen-wir-wenn-Gedanken" im Kopf immer staerker. Ein Dorf, bitte ein Dorf, wann kommt denn endlich ein Dorf? Und endlich, unsere Chance. Ich erzaehle dem Fahrer, dass sich unsere Freunde bestimmt schon sorgen. Und dass wir besser den Bus nehmen, der sei schneller. Er versucht noch zu erzaehlen, dass doch sein tuckernder Schwertransporter schneller in der Stadt sein werde. "Ja, glaub ich gern, aber ausserdem muss ich ganz noetig aufs Klo", ob er nicht hier gleich jetzt sofort schnell anhalten koenne. Mit eher unerfreuter Miene bremst er und laesst uns raus. Puh! Ich bin wirklich erleichtert, Anke hopst um mich herum und beteuert nochmals, wie toll sie das alles fand und Pedde sagt nur mit immernoch angespannter Stimme: "So was muss ich ni nochma hamm, Maedels." Dann kommt der Bus und nimmt uns drei wohlbehuetet mit in die Stadt...

3.3.07 05:07


4 robinsons cruisen durchs entstellte paradies

Nachdem wir auf unserer bisherigen Reise staendig die gleichen Gesichter wiedergetroffen hatten, beschlossen wir, uns mal ein wenig mehr von der Touristenroute zu entfernen. Mit unseren 7 Sachen auf unseren 4 sonnenge- bzw. verbrannten Ruecken gings dann also auf Richtung einsame Straende. Der Weg wuerde heut etwas weiter werden und auch das Trampen mit vier grossen Kracksen wohl etwas langwieriger. Doch mit etwas Ausdauer und selbstironischen Grinsebaeckchen haben Tina und ich ne Karre klargemacht. Schnell sind wir auf die Ladeflaeche geklettert und haben noch die Jungs aufgelesen, die sich dann mit den , uns aehnelnd leuchtenden Augen und jauchzenden Abenteuerherzen den lauen Fahrtwind ins Gesicht wehen liessen. "Vorsicht, ducken! Schonwieder ne Palme." Juhuuuu, so schmeckt wohl Freiheit. Das Ziel ist unbestimmt, mal schauen wie weit wir mitfahren koennen. Nach ca. 10 km befahren wir den Nationalpark, der suedlich von Tulum an der Karibikkueste beginnt. Die Parkwaechter sassen in ihrem Haeuschen, machten aber keinerlei Anstalten, uns die Eintrittsgebuehr zu entrichten. Glueck gehabt! Wir fuhren weiter. Die bitumierte Strasse hat sich inzwischen in einen holprigen Feldweg verwandelt und auch die Palmen rankten dichter auf den Fahrtweg. Ein paar km weiter liess uns der Fahrer an einem Pfad zum Meer raus. Und wir betraten mal wieder einen paradiesischen Traumstrand. Naja...ganz schoen viel Muell kullert hier rum! Angeschwemmte Flaschen, Benzincontainer, Autobatterien, Plastepuppenarme, herrenlose Schuhe und anderer Schruuuuz entstellten die Idylle. Nach nem 1/2 h Fussmarsch am Meer bestimmten wir ne kleine Kule fuer unser Nachtlager. Jetzt aber schnell! Gleich wirds dunkel! Plane spannen, Decken und Schlafies auslegen, Holz fuers Feuer suchen und schwuppdiwupps wars dunkel. Mit den 2 neu erstandenen Macheten wurde das Treibholz noch schnell kleingehackt und voila...ein kleines Feuer leuchtete unsre urlaubsgefaerbten Nasen an. Juhuuu, so schmeckt wohl Freiheit! Mama Tina schmierte uns Bemmchen, Papa Justus schaerfte mit nem Schleifstein die Machete, klein Bernd plapperte Unsinn und klein Anne hat sich gefreut. Nach nen paar Haeppchen und Freudensbekundungen aller, schluepften wir in unsere Schalafsaecke und wurden von einer lauen Brise und dem Meeresrauschen in den Schlaf gewogen. Die Nacht war eher unbequem und kalt und sobald die Sonne am Horizont aufging sind wir aus unserem Lager gekrochen und ins Meer gefiltzt. Zum Fruehstueck ein paar leckerere Kokusnuesse verdrueckt und so begann ein sehr sehr schoener fauler Tag am Strand mit Fossi- und Krabenscherensuche, plantschen, Pelikane beim Sturzflugfischefangen beobachten, unzaehligen Babykrabben, die aus gruenen schleimigen Blasen geschluepft sind, plantschen, pennen, sonnen, spazieren gehen, Kokusnuss essen, plantschen, ... Abends gabs dann wieder n kleines Lagerfeuer und einen Mexikaner aus dem Nichts, der uns vor Raeubern und Banditen warnte und dann gings gemeinsam mit "Herrm Jéminé" ab in die Kiste. Diese Nacht sollte fuer uns alle eine der unbequemsten der ganzen Reise oder sogar ueberhaupt werden. Kurz nach dem Einschlafen mussten Bernd und Tina fast gleichzeitig aufspringen, um sich Brech- und Durchfallreiz hinzugeben. Beim armen Bernd passierte beides simultan und Tina hats grad noch so neben unser Lager geschaft. Oh mann, jeder hatte diesmal so seine Wehwehchen. Justus konnte vor lauter Sonnenbrand auf Bauch und Ruecken, ich vor lauter Frierattacken, Tina vor Uebelkeit und Bernd aus einer Art Kombi aus allem nicht schlafen... Juhuuu, so schmeckt wohl Freiheit!

...beim lagerbau...

...der rueckweg...

18.2.07 05:09


in tulum simmer ma widder

So, nach Abenteuer im Hippiehostel im kalten San Cristobal sind wir dann weiter nach Palenque geduest. Dort haben wir dann im Jungle gepennt und einen riesen Regenguss, der die ganze Nacht angedauert hat, ueber uns ergehen lassen...voll fetzig.

...die maya-ruinen im regen...

Am naechtsten Tag waren wir dann nochmal schnell in Agua Azul, einem grossen Wasserfall, der normalerweise azurblau leuchtet aber aufgrund des starken Regens der Vornacht eher gruen aussah. Weiter mit dem Nachtbus sind wir gestern in Tulum gelandet und haben uns von einem coolen Mexi in sein halbfertiges Hostel, genauer: Baustelle, verschleppen lassen. Wieder mal ne sehr spartanische Unterkunft, aber mit 50 Pesos pro Nacht mehr als halb so guenstig als alle anderen Backpackerghettos. Und den Einblick ins mexikanische Bauarbeiterleben mit Tipps und Tricks fuer die Weiterreise gabs och noch dazu. Heute schlafen wir am Strand. Dorthin trampen wir...das is voll easy, man trifft lustige, nette und kuriose Leute und spart so ne Menge Knete.

Mittlerweile sehen wir schon aus wie vier kleine Morenkoepfe...und hier und da gibts auch noch bitteren Sonnenbrand und sich haeutende Ruecken. Bei mir is aber alles noch dran, halt nur n bissl viel dunkler als normal...hihi, freu mich schon anki am flugi abzuholen!!!

13.2.07 20:17


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