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4 robinsons cruisen durchs entstellte paradies

Nachdem wir auf unserer bisherigen Reise staendig die gleichen Gesichter wiedergetroffen hatten, beschlossen wir, uns mal ein wenig mehr von der Touristenroute zu entfernen. Mit unseren 7 Sachen auf unseren 4 sonnenge- bzw. verbrannten Ruecken gings dann also auf Richtung einsame Straende. Der Weg wuerde heut etwas weiter werden und auch das Trampen mit vier grossen Kracksen wohl etwas langwieriger. Doch mit etwas Ausdauer und selbstironischen Grinsebaeckchen haben Tina und ich ne Karre klargemacht. Schnell sind wir auf die Ladeflaeche geklettert und haben noch die Jungs aufgelesen, die sich dann mit den , uns aehnelnd leuchtenden Augen und jauchzenden Abenteuerherzen den lauen Fahrtwind ins Gesicht wehen liessen. "Vorsicht, ducken! Schonwieder ne Palme." Juhuuuu, so schmeckt wohl Freiheit. Das Ziel ist unbestimmt, mal schauen wie weit wir mitfahren koennen. Nach ca. 10 km befahren wir den Nationalpark, der suedlich von Tulum an der Karibikkueste beginnt. Die Parkwaechter sassen in ihrem Haeuschen, machten aber keinerlei Anstalten, uns die Eintrittsgebuehr zu entrichten. Glueck gehabt! Wir fuhren weiter. Die bitumierte Strasse hat sich inzwischen in einen holprigen Feldweg verwandelt und auch die Palmen rankten dichter auf den Fahrtweg. Ein paar km weiter liess uns der Fahrer an einem Pfad zum Meer raus. Und wir betraten mal wieder einen paradiesischen Traumstrand. Naja...ganz schoen viel Muell kullert hier rum! Angeschwemmte Flaschen, Benzincontainer, Autobatterien, Plastepuppenarme, herrenlose Schuhe und anderer Schruuuuz entstellten die Idylle. Nach nem 1/2 h Fussmarsch am Meer bestimmten wir ne kleine Kule fuer unser Nachtlager. Jetzt aber schnell! Gleich wirds dunkel! Plane spannen, Decken und Schlafies auslegen, Holz fuers Feuer suchen und schwuppdiwupps wars dunkel. Mit den 2 neu erstandenen Macheten wurde das Treibholz noch schnell kleingehackt und voila...ein kleines Feuer leuchtete unsre urlaubsgefaerbten Nasen an. Juhuuu, so schmeckt wohl Freiheit! Mama Tina schmierte uns Bemmchen, Papa Justus schaerfte mit nem Schleifstein die Machete, klein Bernd plapperte Unsinn und klein Anne hat sich gefreut. Nach nen paar Haeppchen und Freudensbekundungen aller, schluepften wir in unsere Schalafsaecke und wurden von einer lauen Brise und dem Meeresrauschen in den Schlaf gewogen. Die Nacht war eher unbequem und kalt und sobald die Sonne am Horizont aufging sind wir aus unserem Lager gekrochen und ins Meer gefiltzt. Zum Fruehstueck ein paar leckerere Kokusnuesse verdrueckt und so begann ein sehr sehr schoener fauler Tag am Strand mit Fossi- und Krabenscherensuche, plantschen, Pelikane beim Sturzflugfischefangen beobachten, unzaehligen Babykrabben, die aus gruenen schleimigen Blasen geschluepft sind, plantschen, pennen, sonnen, spazieren gehen, Kokusnuss essen, plantschen, ... Abends gabs dann wieder n kleines Lagerfeuer und einen Mexikaner aus dem Nichts, der uns vor Raeubern und Banditen warnte und dann gings gemeinsam mit "Herrm Jéminé" ab in die Kiste. Diese Nacht sollte fuer uns alle eine der unbequemsten der ganzen Reise oder sogar ueberhaupt werden. Kurz nach dem Einschlafen mussten Bernd und Tina fast gleichzeitig aufspringen, um sich Brech- und Durchfallreiz hinzugeben. Beim armen Bernd passierte beides simultan und Tina hats grad noch so neben unser Lager geschaft. Oh mann, jeder hatte diesmal so seine Wehwehchen. Justus konnte vor lauter Sonnenbrand auf Bauch und Ruecken, ich vor lauter Frierattacken, Tina vor Uebelkeit und Bernd aus einer Art Kombi aus allem nicht schlafen... Juhuuu, so schmeckt wohl Freiheit!

...beim lagerbau...

...der rueckweg...

18.2.07 05:09
 


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