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puebla…einmal bis zum popocatépetl und zurück, wilde eifersuchtsszenen und ein verstörter hawaiianer

...jaja, die arme Tina…bekommt gleich am ersten Wochenende in Mexiko die volle Dröhnung Kulturschock und kurioser Rucksackreisebegleiterscheinungen. Am Samstag sind wir gemeinsam mit der Doro, einer süßen deutschen Bayer-Praktikantin nach Puebla gefahren, einer charmant-einladenden Stadt c.a. 2 h südöstlich von Mexiko-Stadt. Nach einer windigen (tor-)Tour im Touribus sind wir noch über nen schnuffigen Trödelmarkt geschlendert und haben uns am späten Nachmittag von der Doro, die am gleichen Tag zurück in die Großstadt gefahren ist, getrennt. Auf geht’s…Schlafplatzsuche!!! Der Reiseführer schlägt das Hostel „Popocatépetl“ vor….also nichts wie hin. Nach der scheinbar unendlichen Taxifahrt ins Nichts, vor den Toren des Popocatépetls beschlossen wir jedoch schnurstracks die Umkehr zur Zivilisation des Stadtzentrums und kehrten schließlich nach Internet- und Oralrecherche im "Santo Domingo" ein. Endlich! Zeit zum Durchatmen und mal kurz Seele, Beine und Co. baumeln zu lassen. Doch unser Zimmergenosse im „Dormitorio“ weckte anfangs ganz keck unser später dann  unfreiwilliges Interesse. Er sei aus Hawaii und würde irgendwie irgendwas mit Pyramiden und Videospielen machen. Menno, is mein Englisch aber schlecht, ich versteh ja fast gar nichts….dacht ich mir so zwischendurch. Plötzlich erzählt er von Affen, denen er auf seiner Fahrradtour durch Yucatan begegnet sei. Er habe mit ihnen Kekse gegen exotische Früchte getauscht….abgefahren! Tina schaut mich mit dem gleichen Blick an, den auch ich ihr zuwerfe. Puh…das liegt ja doch nich an meinem mangelnden Sprachverständnis sondern eher an der wirren Weise, wie dieser Typ seine kuriosen und skurrilen Storys erzählt. O.k….äääähm….wir müssen jetzt los….habens eilig….schönen Abend noch! Dass aber vor der Tür schon die nächste Anekdote wartet, haben wir nicht erwartet. Ein Freund aus Mexiko, dessen Kumpel Carlos aus Puebla samt seiner Freundin Claudia haben uns aufgelesen und uns mit in eine „Cantina“ genommen. Voll der schöne und lustige Abend…Tinas erster Tequila, Mariachis, interessante und angeregte Gespräche auf Deutsch, Spanisch, Englisch und alles im Mix. Prost! Salud! Chin chin! Al fondo! Auf Ex! …Hau weg die Scheiße!
Lasst uns die Bar wechseln…auf nach Cholula!!! Auf dem Weg dorthin noch schnell den platten Reifen mit Hilfe eines Taxifahrers gewechselt und schon waren wir in nem kleinen dorfartigen Kneipchen. …und jetzt fängt die Story erst richtig an. Claudia und Carlos haben kurz irgendwas diskutiert als sie wütend und angespannt aufsteht, sich aus heiterem Himmel verabschiedet und mit Carlos, der uns kurz erklärt, er würde gleich wieder kommen, die Bar mit energischem Schritt verlässt. Wir haben nicht schlecht gestaunt, uns aber erstmal nichts weiter dabei gedacht. Nach c.a. 15 minutos kam Carlos mit nem anderen Hemd wieder herein und hat uns folgendes erzählt: Er hat sie nach Hause gebracht und vor der Haustür hat sie ihm ne Szene gemacht…ihn geschlagen und sein Hemd zerrissen und so laut geschrieen, dass die Polizei kam. Oh mann! Diese Mexifrauen sind ganz schön krass drauf. Sie hat sich die ganze Zeit nichts anmerken lassen, es war super entspannt. Naja…die Stimmung war dann natürlich im Eimer und erst recht, als Carlos meinte, dass ihr Vater bei der Regierung arbeitet und sie ihm mit heftigen Dingern gedroht hätte…später hat sie wohl noch mal vom Krankenhaus aus angerufen. Nun gut…wir wissen aber auch nicht wirklich, was Carlos zu ihr gesagt hat, denn so ganz uninteressiert am deutschen Besuch war er schließlich auch nicht. Tina war ganz schön platt…volle Ladung mexikanischer Emotionen. Zurück im Hostel simmer dann halb tot in die Kiste gefallen und konnten selbst am nächsten Tag diese Aktion nich fassen. Nach nem Frühstück und kurzem Mittagsschläfchen gings dann auf zum „Mole poblano“-Essen. Tina….eher bissl angewidert vom mexikanischen Essen, nach dem ich sooooo süchtig bin, hat sich die leckere Schoko-Chili Sauce entgehen lassen. Mmmmhhh muy rico!!! In nem süßen Restaurant mit mexikanischer Trommel-Gitarren-Flöten und tiefer Männerstimmen-Musik mit tropfend-schnulzigen Liebesreimen und Tinas erstem „Flirt“ mit großen dunklen Mexikaneraugen haben wir s uns schmecken lassen. Danach haben wir dann noch mal den crazy Hawaiiboy getroffen, der uns ganz stolz seine weißen Söckchen mit rosa Herzchen gezeigt hat, die er gerade auf dem Markt erstanden hatte. S is nich zu fassen. Naja…wir sind dann auch noch mal über den Markt getrödelt und dann gings wieder zurück in die große Stadt…
22.1.07 20:13
 


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